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Welches Sternzeichen ist am seltensten? Die echten Zahlen

Sternzeichen-Wissen · Lesezeit ca. 5 Minuten

Es ist eine der meistgestellten Sternzeichen-Fragen überhaupt — und die meisten Antworten im Netz sind geraten. Dabei gibt es echte Zahlen. Man muss nur wissen, wo man schaut: in den Geburtsstatistiken.

Die kurze Antwort

In Deutschland gehören Steinbock, Wassermann und Fische zu den seltensten Sternzeichen — in den USA gilt der Wassermann als das seltenste. Das häufigste? Hierzulande liegen Löwe und Jungfrau vorn. Und jetzt die spannende Frage: Warum eigentlich?

Was die Geburtsstatistik wirklich zeigt

Das Statistische Bundesamt zählt zwar keine Sternzeichen, aber es zählt Geburten pro Monat — und daraus lässt sich einiges ablesen. Der geburtenstärkste Monat in Deutschland ist seit Jahren der Juli: Im Jahr 2019 kamen hier 72.660 Kinder zur Welt, mehr als in jedem anderen Monat, dicht gefolgt von August und September. Rechnet man fair pro Tag, liegt sogar der September vorn.

Übersetzt in Sternzeichen heißt das: Die Sommer-Zeichen Krebs, Löwe und Jungfrau sind in Deutschland am stärksten besetzt. Am anderen Ende stehen die Wintermonate Januar und Februar — die Geburtsmonate von Steinbock, Wassermann und Fischen.

In den USA zeigt sich dasselbe Muster noch deutlicher: Eine Auswertung von über 20 Jahren Geburtsdaten kürte den 9. September zum häufigsten Geburtstag überhaupt — eine Jungfrau. Und Analysen der US-Gesundheitsbehörde CDC zufolge ist der Wassermann das seltenste Zeichen, auch weil der Februar schlicht der kürzeste Monat des Jahres ist.

Ein Fun-Fact, den kaum jemand kennt

Der Sommer-Babyboom ist übrigens jünger, als man denkt: Erst seit den 1980er-Jahren kommen die meisten deutschen Kinder im Sommer zur Welt. Davor waren Februar und März die stärksten Monate. Die „Seltenheit" eines Sternzeichens hängt also von der Generation ab — bei deinen Großeltern waren die Fische vermutlich gar nicht selten.

Und was ist mit dem „13. Sternzeichen"?

Alle paar Jahre geht dieselbe Schlagzeile viral: „NASA führt ein 13. Sternzeichen ein — alles verschiebt sich!" Gemeint ist Ophiuchus, der Schlangenträger — ein echtes Sternbild, das die Sonne tatsächlich durchwandert. Die NASA selbst hat darauf trocken geantwortet: „No, we did not change the zodiac." Sie betreibt Astronomie, keine Astrologie.

Die Auflösung ist 2.500 Jahre alt: Schon die Babylonier, die den Tierkreis erfanden, kannten den Schlangenträger — und ließen ihn bewusst weg, weil sie zwölf Zeichen für ihre zwölf Kalendermonate brauchten. Die westliche Astrologie richtet sich außerdem gar nicht nach den Sternbildern, sondern nach den Jahreszeiten: Der Widder beginnt per Definition mit dem Frühlingsanfang. Dein Sternzeichen bleibt also dein Sternzeichen — egal, was die Schlagzeilen sagen.

Selten heißt: besonders

Falls du also ein Wassermann, Steinbock oder Fisch bist — oder einen liebst: Statistisch gesehen gehört ihr zu den Seltenen. Und vielleicht ist genau das der schönste Gedanke an dieser ganzen Statistik: Manche Menschen sind buchstäblich seltener als andere. Ein Grund mehr, ihnen das auch mal zu sagen.

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Quellen: Statistisches Bundesamt (Geburten nach Monaten, Pressemitteilung 2020), FiveThirtyEight/Time (US-Geburtstagsanalyse), CDC-Geburtsdaten via mindbodygreen/Reader's Digest, NASA-Statement via Time/CNN (2020). Das Statistische Bundesamt veröffentlicht Monatsdaten, keine offizielle Sternzeichen-Statistik — die Zuordnung ist eine Ableitung. Astrologische Inhalte dienen der Unterhaltung und Selbstreflexion.